M1 Rallye Masters
 
 
M1 Rallye Masters - F.A.Q:
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FAQ - Frequently asked questions – M1 Rallye-Masters 2017:
 

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Was ist die M1 Rallye-Masters?

Die M1 Rallye-Masters ist ein Bewerb, zu dem 2016 vier österreichische Rallyes gezählt haben. Gefahren wird mit modifizierten Serienfahrzeugen nach dem neuen M1-Reglement, die Kosten sollen so gering wie möglich gehalten werden.

2017 zählen voraussichtlich alle ORM Läufe zur Serie M1 Rallye-Masters, darüber hinaus optional ausgesuchte Rallyes. Der Kalender wird gemeinsam mit der Ausschreibung spätestens im Februar 2017 HIER veröffentlicht. Jeder kann bei so vielen Rallyes starten wie er möchte, gewertet werden maximal die vier besten Ergebnisse – unser Ziel für 2017 ist es, mit überschaubaren Budget um den Titel der Serie kämpfen zu können..

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Warum das neue M1-Reglement?

Die seriennahe Klasse M1 soll spektakulären und gleichzeitig kostengünstigen Rallyesport ermöglichen, speziell bezogen auf die laufenden Einsatzkosten. Man kann in dieser Klasse mit einem seriennahen Fahrzeug mit wenigen Umbauten (Sicherheitseinrichtungen) bei allen Rallyes in Österreich starten, welche die Klasse 7.1 und 7.2 ausschreiben, sowie auch bei all Rallyes im Ausland, die eine entsprechende Klasse ausschreiben, die dem Reglement entspricht.

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Was muss ich am Serienfahrzeug umbauen?

Zwingend notwendig sind die für den Rallyesport nötigen Sicherheitseinrichtungen: Überrollkäfig, Feuerlöschanlage und Stromkreisunterbrecher nach FIA Anhang J, sowie Sitze und Gurte mit FIA Homologation. Fahrer und Beifahrer benötigen Bekleidung und Helm nach FIA Homologation. Empfohlen ist auch eine Gegensprechanlage. Bremsen und Fahrwerk sowie einige weitere Dinge dürfen umgebaut werden, müssen jedoch nicht. Das Reglement findet man HIER.

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Welche Fahrzeuge dürfen in der Klasse M1 starten?

Grundsätzlich dürfen alle Serienfahrzeuge starten, die nie für die Gruppe N homologiert waren und das minimal zulässige Leistungsgewicht nicht unterschreiten (2WD: 3,8 kg/PS, 4WD: 4,3 kg/PS). Die notwendigen Sicherheitseinrichtungen müssen verbaut sein, das Fahrzeug muss für den Straßenverkehr zugelassen sein und über eine Wagenkarte mit M1-Zusatzdatenblatt verfügen. Alle sonstigen Umbauten, die nicht ausdrücklich im Reglement erlaubt sind, sind verboten!

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Wie bekomme ich eine Wagenkarte mit M1-Zusatzdatenblatt?

Die Vorlage und ein ausgefülltes Muster kann man HIER herunterladen. Alle Blätter sind selbst auszufüllen, die erforderlichen Fotos sind selbst einzufügen. Es ist dafür keine separate Überprüfung des Fahrzeugs erforderlich. Die Wagenkarte mit M1-Zusatzdatenblatt ist spätestens bis zum Nennschluss der Veranstaltung an presse@rallye-masters.at zu übersenden und bei der Technischen Abnahme vorzulegen. Die Wagenkarte mit M1-Zusatzdatenblatt ist ein öffentliches Dokument und steht ab der Saison 2017 für bessere Transparenz für die Öffentlichkeit einsehbar auf www.rallye-masters.at zum Download von allen Teilnehmern bereit.

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Was darf ich am Fahrzeug sonst noch umbauen?

Die Kosten für das Fahrzeug sollen so gering wie möglich gehalten werden, deshalb sind nur wenige Änderungen erlaubt. Erlaubt bedeutet auf keinen Fall zwingend notwendig! Darunter fallen in erster Linie Bremsen, Fahrwerk und Auspuff. Nicht benötigte Innenausstattung darf entfernt werden. Spoiler und Kotflügelverbreiterungen sind mit gewissen Einschränkungen erlaubt. Alle Umbauten müssen der Straßenverkehrsordnung entsprechen! Details siehe Reglement.

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Warum wurden N-homologierte Fahrzeuge in M1 verboten?

Es war nicht allgemein erwünscht, dass bestehende Gruppe N Rallyeautos auf M1 „zurückgerüstet“ werden konnten. Die Rallyekommission der AMF hat im Sommer 2016 ausführlich über dieses Problem diskutiert, wobei dieser Entschluss gefasst und verabschiedet wurde.

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Wo kann ich nachschauen, welche Autos für Gruppe N homologiert, also in M1 verboten sind?

Die offiziellen Homologationslisten der FIA sind online zu finden unter http://www.fia.com/homologations. Da diese eher unübersichtlich sind, haben wir versucht, eine übersichtliche Liste aller N-homlogierten Fahrzeuge zusammenzustellen, diese ist HIER zu finden. Wir können jedoch keine 100%ige Gewähr geben und empfehlen, im Zweifelsfall bei der AMF nachzufragen.

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Wie wird das Reglement überprüft?

Sportliche Fairness ist das oberste Gebot! Alle Fahrzeuge werden wie andere Rallyefahrzeuge vom Technikerteam der AMF überprüft, zudem gibt es rigorose Kontrollen der Software, des Ladedrucks und in allen performancerelevanten Bereichen von erfahrenen Technikern mit dem erforderlichen Equipment – mobile Leistungstests werden ebenso bei den Rallyes durchgeführt.

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Gibt es eine Leistungs-Obergrenze?

Nicht direkt. Die Obergrenze wird über das Leistungsgewicht (kg pro PS) festgelegt. Das minimal zulässige Leistungsgewicht ist bei zweiradgetriebenen Fahrzeugen 3,8 kg/PS, bei Allradfahrzeugen 4,3 kg/PS. Für die Berechnung gelten die Angaben im Zulassungsschein: Eigengewicht (Pos. G) und Leistung (Pos. P2 mal den Faktor 1,36 um auf PS zu kommen). Das praktische, durch Messungen auf Prüfstand und Waage festgestellte Leistungsgewicht darf das Limit ebenfalls nicht unterschreiten!

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Muss das Fahrzeug in Österreich zugelassen sein?

Nein. Das Fahrzeug kann auch im Ausland zugelassen sein.

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Wie werden unterschiedliche Antriebskonzepte wie Allrad, Frontantrieb, Heckantrieb bzw. Hybrid- und Elektrofahrzeuge eingeteilt?

Gar nicht! Alle M1-Fahrzeuge starten in den Klassen 7.1 und 7.2, völlig unabhängig vom Antriebskonzept – unterschieden wird ab 2017 nach Leistungsgewicht in die beiden Klassen 7.1 (unter 5,8 kg bei Zweiradgetriebenen Fahrzeugen und unter 6,3 kg pro PS bei vierradgetrieben Fahrzeugen) und 7.2 – alle Fahrzeuge deren Leistungsgewicht höher ist als zuvor angegeben.

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Gibt es eine eigene Ergebnisliste?

Nein. Jeder Teilnehmer in der Klasse 7.1 und 7.2 das dem M1 Reglement entspricht wird gewertet und bekommt Punkte für die M1 Rallye-Masters.

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Gibt es eine Art Meisterschaft?

Ja. Zur M1 Rallye-Masters zählen 2017 voraussichtlich alle ORM Läufe und darüber hinaus optional einzelne ausgesuchte Rallyes. Der voraussichtliche Kalender wird gemeinsam mit der Ausschreibung bis Februar 2017 HIER veröffentlicht. Jeder kann bei so vielen Rallyes starten wie er möchte, gewertet werden maximal die vier besten Ergebnisse. Unser Ziel für 2017 ist es, mit überschaubaren Budget um den Titel der Serie kämpfen zu können.

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Wie wird man Sieger der M1 Rallye-Masters?

Der Fahrer mit den meisten Punkten wird Sieger der M1 Rallye-Masters 2016, wobei nur die besten 4 Ergebnisse gewertet werden. Es ist nicht notwendig, dass man an allen Veranstaltungen teilnimmt. Man muss auch nicht immer mit dem gleichen Fahrzeug teilnehmen.

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Wie funktioniert die Punktevergabe der M1 Rallye-Masters?

Punkte bekommen die Teilnehmer nach dem Endergebnis der Kategorie M1 Rallye-Masters, für die Fahrzeuge der Leistungsgewichtsklasse LG2 wird eine Auszugswertung (analog zur ORM-2WD Auszugswertung aus der ORM) erstellt. Es gilt das Standardpunktesystem wie in WRC oder ORM nach dem Schema 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1..

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Muss ich mich für die M1 Rallye-Masters anmelden oder einschreiben?

Nein. Jeder Teilnehmer in der Klasse 9 wird gewertet und bekommt Punkte für die M1 Rallye-Masters.

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Bekomme ich auch Punkte für die ORM oder den ORC?

Die Klasse 7.1 und 7.2 ist 2017 im österreichischen Rallye Cup (ORC) wie alle anderen nicht homologierten Fahrzeuge punkteberechtigt, in der ORM sind weiterhin nur Fahrzeuge mit FIA Homologation punkteberechtigt. Starten darf man auch 2017 bei allen Rallyes, die die Klassen 7.1 und 7.2 für M1-Fahrzeuge ausschreiben.

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Gibt es ein Alterslimit für Fahrzeuge?

Nein. Es kann jedes straßenzugelassene Serienfahrzeug teilnehmen, egal wie alt oder wie neu das Fahrzeug ist. Performance-Limit ist das minimale Leistungsgewicht. Fahrzeuge, für die es eine Gruppe N Homologation gab oder gibt, sind ausgeschlossen.

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Können Fahrzeuge der deutschen Gruppe F oder Gruppe G in der Serienklasse M1 in Österreich starten?

Die Reglements der Gruppen F und G erlaubt etwas andere Umbauten als das österreichische M1-Reglement. Der wesentlichste Unterschied ist, dass Motor und Getriebe laut M1-Reglement serienmäßig sein müssen, zudem gibt es weitere Unterschiede im Reglement. Je nach Art der Reglementausnützung kann ein deutsches Gruppe F oder G Fahrzeug mit verhältnismäßig wenig Aufwand auch in Österreich starten – sofern das Fahrzeug nie in der Gruppe N homologiert war.

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Welche Fahrzeuge kommen dem minimalen Leistungsgewicht am nächsten?

Die aktuellen Top-Kompaktsportler bilden am Papier die Spitze. Dazu zählen beispielsweise Mercedes-Benz A45 AMG, Audi RS3, BMW M2, BMW Z4 M Coupe, Honda Civic Type R, Alfa Romeo 4C, Peugeot 308 GTI, Ford Focus RS, Seat Leon Cupra, Renault Megane RS, Mazda 3 MPS, VW Golf R, Opel Astra OPC und viele mehr. Ältere und auch einige exotische Modelle kommen auch nahe an die 3,8 bzw. 4,3 kg/PS heran, zum Beispiel BMW M3 E92, Porsche Cayman GTS, Lotus Evora S, Ford Mustang GT, Maserati Ghibli, Porsche 911 997, Nissan 370Z, Chevrolet Camaro, Chevrolet Corvette C6 oder die erste Generation der Viper GTS, sowie viele weitere Fahrzeuge.

In die Klasse 7.2 passen kleinere aktuelle und ältere Kompaktsportler, zum Beispiel VW Golf GTI aller Generationen, Mini Cooper S, Alfa Romeo Guilietta, Skoda Octavia RS, Renault Clio RS, Ford Fiesta ST, BMW 320, BMW 328, Hyundai Veloster, Ford Focus ST, Citroen DS3 Racing, Seat Ibiza Cupra, ältere Honda Civic Type R und viele mehr.

Die Fahrzeugliste ist ohne Gewähr – die Überprüfung, ob das Fahrzeug dem Reglement und Gewichtsgrenzen entspricht, obliegt dem Teilnehmer.

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Muss ich ein Fahrzeug nahe am minimalen Leistungsgewicht einsetzen, um eine Chance zu haben?

Nein! Nur weil ein Fahrzeug ein „gutes“ Leistungsgewicht hat, muss das noch lange nicht heißen, dass es auch auf einer Rallyestrecke am schnellsten ist. Es wird Strecken geben, die von der Charakteristik her einem Allradfahrzeug wie dem Subaru Impreza eher entsprechen als zB einem BMW M3, obwohl dieser ein wesentlich besseres Leistungsgewicht hat. Darüber hinaus kommt es beim Rallyefahren immer noch am meisten auf Fahrer und Beifahrer an!

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Darf ich auch Rennsprit fahren?

Nein. Laut Ausschreibung der M1 Rallye-Masters sind nur handelsübliche Kraftstoffe, die bei Tankstellen frei erhältlich sind, erlaubt. Rennsprit entspricht zudem nicht dem Ansatz „leistbarer Rallyesport“, dieser würde bei Seriensteuergeräten zu dem ohnehin nur eine minimale Performancesteigerung bewirken.

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Wie schnell werden die neuen M1-Autos sein?

Reini Sampl hat 2015 den Audi TTS in Liezen auf Gesamtrang 9 gefahren. Die Performance wird von Streckenlayout der Rallye abhängen. Ein M1-Auto mit guter Basis wird in etwa auf Augenhöhe mit einem Gruppe N Mitsubishi liegen. Gegen die Topfahrzeuge S2000, R5 oder WRC hat man natürlich keine Chance, aber das ist auch nicht der Sinn der Sache.

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Von wem wurde die „M1 Rallye-Masters“ ins Leben gerufen?

Das Konzept wurde von Günther Knobloch ausgearbeitet und der AMF bereits im Laufe der Saison 2015 präsentiert. Es basiert auf der Grundlage des „M1-Prototypen“, dem Audi TTS von Reini Sampl und wurde entsprechend der Erkenntnisse aus diesem Projekt und den Inputs von Rallye Welt- und Europameister Andreas Aigner präzisiert. Vorschläge der AMF und weiteren Experten der Rallyeszene wurden berücksichtigt. Das neue M1-Reglement wurde im Jänner 2016 verabschiedet, im Sommer im Rahmen der österreichischen Rallye Kommission überarbeitet und ist in der 2017 gültigen Version HIER verfügbar.

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Wohin soll sich die Serie entwickeln?

Für 2017 ist die Ausweitung der M1 Rallye-Masters Läufe auf sechs bis acht Rallyes in Österreich angedacht. Um das Budget im Rahmen zu halten, sollen jedoch auch 2017 maximal 5 Läufe daraus gewertet werden. Das betrifft aber nur die Wertung in der M1 Rallye-Masters! Starten kann man mit einem M1-Fahrzeug auch in Zukunft bei jeder Rallye in Österreich, die die Klasse 9 ausschreibt. In der Gesamtwertung der Rallye und der Klasse wird man immer berücksichtigt.

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Warum widersprechen sich im Reglement die Punkte 2.1 bis 2.19 mit manchen Punkten von 3 bis 26?

Für Rallye gelten vorrangig die Punkte 2.1 bis 2.19. Diese ersetzen die Punkte 3 bis 26, welche für andere Motorsportarten gelten. Punkte 3 bis 26 gelten für Rallye nur, sofern sie nicht durch einen der Punkte 2.1 bis 2.19 vorgegeben werden.

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Im Reglement steht einerseits der „AMF Wagenpass“, dann wird wieder auf die „Wagenkarte mit M1-Zusatzdatenblatt“ verwiesen.

Warum und welches Dokument ist notwendig?

Das stimmt - Punkt 1 des Reglements gilt für mehrere Bereiche (Slalom, Berg…), daher steht dort auch der Wagenpass, der in anderen Bereichen nach wie vor erforderlich ist. Wie im Punkt „2.15“ Im Reglement näher ausgeführt benötigt man im Bereich Rallye ab 2017 weder in der ARC noch in der ORM einen „Wagenpass“. Das erforderliche Dokument ist ab sofort das kostenlose PDF „M1 Wagenkarte mit Zusatzdatenblatt“  – dieses kann am PC selbst ausgefüllt werden, und muss vor Nennschluss wie im PDF angegeben an presse@rallye-masters.at übersendet und bei der Abnahme vorgelegt werden.

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Benötigen die Fahrzeuge eine Motorsport Zulassung?

Ja – eine Motorsportzulassung ist ab 2017 zwingend  erforderlich. Eine „normale Straßenzulassung“ ist ohnehin auch in anderen Klassen bestenfalls als „Grauzone“ zu bezeichnen, da in Österreich für Rallyefahrzeuge eine Motorsportzulassung aus vielen Gründen (Käfig, Handbremse ohne Arretier Funktion, Ausstattung…) vorgesehen ist.


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